Wie tausende anderer Wohnungssuchender machte er sich auf den Weg zur damaligen Oberbürgermeisterin Thea Hausschild, die ihm zwar keine Wohnung jedoch den „Rat“ mitgab, mindestens 500 Aufbaustunden zu leisten. Die besten Aufbauhelfer würden mit neuen Wohnungen bedacht.
Siegfried Matthei macht sich an die Arbeit, baute unter anderem das Teehäuschen im Stadtpark und auch Spielplätze nach Feierabend im Rahmen des „Aufbauwerkes“ der Stadt. Anlässlich der 1.000 Arbeitsstunde bekam er zwei goldene Aufbaunadeln, die er dem Kamerateam zeigt. Und schließlich nach 1.500 Aufbaustunden ging der Wunsch nach einer eigenen Wohnung, mitten im Zentrum der Stadt, im Wohnblock „Scheibe- Nord“ in Erfüllung.
Bis heute wohnt das Ehepaar in dieser 47 Quadratmeter großen Wohnung in der fünften Etage. „Ich habe damals gleich beim Einzug gesagt, dass ich hier nie wieder ausziehe und so wird es auch sein. Für diese Wohnung habe ich einfach zu viel Schweiß und Blut gelassen“, sagt Siegfried Matthei vor laufender Kamera.
Schmunzelnd erzählt er, dass seine Frau zwar schon oft Überzeugungsarbeit für einen Umzug versucht habe. Das war und ist für ihn jedoch nicht verhandelbar.
Das Ehepaar Matthei lobt im Gespräch die guten Kontakte zum Vermieter, der Dessauer Wohnungsbaugesellschaft. „Wir finden stets ein offenes Ohr“, erklärt Siegfried Matthei.
Für den Wohnblock „Scheibe- Nord“ gibt es bis heute immer noch Wartelisten und die Wohnungen sind begehrt. Auf eben diese Liste ließ sich auch Erika Schwarzer setzen. Seit Mai 2009 wohnt sie nun mitten in der Innenstadt. „Ich habe viele Jahrzehnte in einer anderen Platte gewohnt und wollte dort irgendwann ausziehen“, erzählt die Mieterin vor der Kamera des MDR. Jetzt wohnt sie in einer 48 Quadratmeter- Wohnung in der siebenten Etage, hoch über der Stadt.
„Ich bin nun mitten im Stadtzentrum und nicht mehr so weit draußen und bekomme mit, was so passiert. Ich genieße das sehr.
Das Besondere an ihrer Wohnung zeigt sie stolz den Fernsehleuten- ein sieben Meter langer Balkon. „Ausziehen, kommt für mich nicht in Betracht“,lacht Erika Schwarzer. Nach fast einem Jahr hat sie sich in ihrer Wohnung eingelebt und fühlt sich im DWG- Block wohl.









