Anknüpfend an die weltoffenen Traditionen des Bauhauses wird bei den Veranstaltungen auf dem Rathausplatz ein deutliches Zeichen gesetzt: In Dessau- Roßlau ist kein Platz für rechtsextreme Gruppen und Gewalttäter und ihrer ausländerfeindlichen Parolen.
Die Dessauer Wohnungsbaugesellschaft mbH, mit ca. 12.000 Wohnungen der größte Vermieter der Stadt, hatte sich bereits im vergangenen Jahr in das neu gegründete Netzwerk „Gelebte Demokratie“ aktiv eingebracht. Mit ca. 50 Nationalitäten bzw. ethnischen Gruppen trägt die DWG eine besondere Verantwortung für das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft.
Ein solches Zusammenleben ist jedoch ohne Toleranz und Weltoffenheit nicht möglich und sie kann auch nicht „von oben verordnet“ werden.
„Beseitigt Vorurteile und Hass, zeigt Gesicht und leistet Widerstand überall, wo die Menschenwürde niedergetreten wird. Wartet nicht auf den Staat, sondern handelt als mündige Bürger!“. Diese Sätze, im Jahr 1956 von dem damals noch unbekannten Senator John F. Kennedy in seinem Buch „Zivilcourage“ veröffentlicht, sind auch heute noch von großer Aktualität.
Es geht nicht nur um die Zurückweisung des Gedankenguts der Ewiggestrigen und seines jugendlichen Anhangs. Vielmehr müssen Weltoffenheit und Toleranz täglich gelebt, ja sogar erstritten werden. Es sind die „kleinen Rassismen des Alltags“, wie sie der Publizist Alfred Grosser einmal bezeichnete, die ihre tiefen geschichtlichen Wurzeln im Rassismus und Antisemitismus des 19. Jahrhundert haben und nur im täglichen offenen Miteinander beseitigt werden können. Vor einigen Jahren war in unserem DWG- Journal unter der Überschrift „Das babylonische Haus“ über das gute Zusammenleben der verschiedenen Nationalitäten unter einem Dach berichtet worden.
Viele weitere Beispiele des guten Miteinanders können auch von vielen anderen Wohnbereichen der DWG berichtet werden.
Die Geschäftsführung, Mitarbeiter und viele Mieter der DWG werden am 13. März ihren demokratischen Protest gegen den Rechtsextremismus zum Ausdruck bringen.









